Aufgrund des extrem frühen Saisonbeginns, erste Radtouren bereits im Februar bei teilweise 10 Grad und letzten Schneeresten, verspürte ich das Verlangen nach einer mehrtägigen Radtour in diesem Jahr bereits sehr früh. Daher entschloss ich mich, das Wochendende 23./24.06.2007 zu einem Kurztripp in die nähere Umgebung zu nutzen: Den Saaleradweg flussabwärts mit Start an der Quelle.
Die erste Etappe begann in Jena am Bahnhof Göschwitz. Den ersten Abschnitt nach Münchberg legte ich mit dem Zug zurück. Start in Göschwitz war 06:48 Uhr, Ankunft in Münchberg 09:49 Uhr.
Von Münchberg führte mich der Weg nun direkt zur Sächsischen Saalequelle bei Markt Zell.
Die Saale entspringt am Nordwesthang des Großen Waldsteins, Fichtelgebirge, in 707 Metern Höhe aus dem Stollen eines ehemaligen Bergwerks.
An der Quelle hat man einen gemütlichen Rastplatz für die Wanderer und Radwanderer errichtet.
Zusätzlich informiert eine große Übersichtstafel über die Stationen des hier beginnenden, 415km langen, Saaleradweges.
Noch ein letzter Blick Richtung Quelle und auf gehts.
Das Streckenprofil erwieß sich zunächst als mäßig anspruchsvoll, was sich später aber noch ändern sollte. Der wohl härteste Anstieg war mit 15% in Blankenstein zu bezwingen.
Auch das Wetter passte sich den Anforderungen der Strecke an. Mit steigendem Schwierigkeitsgrad der Berge, wurde auch das Wetter in gleichem Maße unangenehmer. Doch selbst der stärkste Regenschauer des Tages konnte mir die Freude an diesem Wochenende in keinster Weise vermiesen. Schließlich kam, zumindest in der ersten Tageshälfte, auch gelegentlich die Sonne zum Vorschein.
Landschaftlich hat mir am ersten Tag der Abschnitt zwischen Harra und Saalburg entlang der Bleilochtalsperre besonders gut gefallen.
Die Bleilochtalsperre gilt als größter Stausee Deutschlands, mit ca. 215 Millionen Kubikmeter Wasser. Fertiggestellt wurde die Staumauer 1932. Bereits damals nutzte man das Potential des Wassers zur Energiegewinnung.
Gegen 18 Uhr erreichte ich den Zeltplatz Saalburg-Kloster. Ein sehr schöner, ruhiger Zeltplatz mit komfortablen Sanitäreinrichtungen und studentenfreundlichen Preisen.
Am Samstag legte ich ca. 100km in knapp 8h zurück.
Am Sonntag ging es den Saaleradweg folgend weiter Richtung Jena. Minimalziel: Bahnhof Kaulsdorf.
Die erste Sehenswürdigkeit zierte bereits nach wenigen Kilometern meinen Weg: eine steinerne Rose.
Die exakte wissenschafltiche Bezeichnung für die Steinerne Rose ist: Diabas Eruptiv. Seine Form erhält er dadurch, dass er bei der Verwitterung in konzentrische Kreise zerfällt.
Von anderen anwesenden Touristen erfuhr ich, dass früher noch die Kinder auf ihm spielten bzw. sich auf ihn draufsetzten. Heute würde man sicherlich Probleme bekommen...
Auch am heutigen Tag galt es wieder einige knackige Anstiege zu überwinden. Gegen 14:30 Uhr erreichte ich die Staumauer der Talsperre Hohenwarte. Dort gönnte ich mir zur Stärkung eine üppige Mahlzeit. Weit sollte ich aber nicht mehr kommen: in Kaulsdorf stieg ich nach gut 60km entkräftet in den Zug über Saalfeld nach Jena.